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Kombigrafie - Subjektive Fotografie der Jetztzeit

Mit dem Begriff der KOMBIGRAFIE habe ich mir mein ganz eigenes Genre geschaffen, dessen erklärter Inhalt es ist, sich experimentell Altbekanntem zu stellen und es in eine neue Ära zu transportieren.

Tradition und Moderne spielen bei der KOMBIGRAFIE gleichermaßen tragende Rollen. Es ist der Dialog zweier einzelner Schwarzweiß-Aufnahmen, der dem Betrachter meiner Werke unterschiedliche Perspektiven eröffnet und so eine neuartige Form der subjektiven Fotografie entstehen lässt.

Die KOMBIGRAFIE dient als eine Weiterentwicklung der analogen Negativmontage, transportiert – frei nach Otto Steinert und in Anlehnung an die Bauhaus-Fotografie – die Doppelbelichtung ins digitale Zeitalter. So lege ich zwei bewusst für die anschließende Verschmelzung entstandene Bilder unter Zuhilfenahme einer Software übereinander und vereine sie zu einem harmonischen Ganzen. Gemeinsam erzählen sie dann eine völlig neue Geschichte. Der aufwendige Prozess erfordert bereits beim Fotografieren ein genaues Auge für spätere Kombinationsmöglichkeiten und ein Gespür für den Gleichklang der Bilder. Es liegt im nicht nur sprichwörtlichen Auge des Betrachters, welche Schlüsse er aus dem Gesehenen zieht, wenn er sich auf die neue Sichtweise vermeintlich bekannter Objekte einlässt.

Der Kombigrafie sind kaum Grenzen gesetzt, so dass auch ganz unterschiedliche Perspektiven verschmelzen können. Größenunterschiede und verschiedene Blickrichtungen schüren die Konzentration des Betrachters und fordern eine konkrete Auseinandersetzung mit meinen Motiven. Mal spiegelt sich die Glaspyramide des Louvre vor dem Eiffelturm, mal scheint dieser selbst sich wie ein riesiger Schatten über die Stadt zu legen. Immer aber entstehen völlig neue Welten, die den Betrachter durch ihre Einzigartigkeit zu fesseln verstehen.

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Historischer Hintergrund


Die ersten Fotodokumente der Doppelbelichtungen waren Zufallsergebnisse, die durch nicht oder schlecht gereinigte Glasnegative entstanden. Der ersten bewussten fotografische Manipulationen stammen aus den 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Gute Beispiele dazu liefern Edmund Collein (1927) und Kurt Kranz (1928). Bekanntere Vertreter sind El Lissitzky, Walter Peterhans und auch Edmund Kesting, die alle während der „Bauhausära“ neue Wege des Sehens unddes Fotografierens suchten und auch fanden. Der Begriff „Negativmontage“ wurde ins Leben gerufen.

Technische Begriffsdefinition

Doppelbelichtungen
"Doppelbelichtungen" entstehen immer innerhalb einer Kamera. Ein Foto, zwei mal zu belichten, ist nur schwer steuerbar. Als Ergebnis werden Zufallstreffer akzeptiert.

Sandwichtechnik
Diese Technik ist mit analogen Diaaufnahmen sehr gut umsetzbar, indem man zwei Bilder in einem Diarahmen positioniert und diese dann über den Projektor an der Leinwand beurteilt.

Negativmontage
Dabei werden zwei analoge Negative übereinander montiert, um dann innerhalb eines „Vergrößerers“ in der Dunkelkammer belichtet zu werden. Das Ergebnis ist halbwegs steuerbar.

Kombigrafie (Juli 2013)
Mit dem Begriff „Kombigrafie“ bezeichne ich die Weiterentwicklung der analogen Negativmontage im digitalen Zeitalter, bei der mit Hilfe einer Software Bilder übereinandergelegt werden.

 

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